Das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG) ist seit 1. Juli 1996 in Kraft. Es soll die Durchsetzung des Anspruchs auf gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit erreichen. Doch bis heute – 21 Jahre danach und 36 Jahre seit der Verankerung zur Lohngleichheit in der Bundesverfassung – bestehen weiterhin unerklärliche Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern, und zwar von bis zu 7.4%!

Auf Bundeseben hat der Bundesrat deswegen am 5. Juli 2017 eine Botschaft zum Thema verabschiedet. Diese sieht vor, dass Unternehmen mit mehr als 50 Angestellten zukünftig alle vier Jahre eine Analyse zur Lohngleichheit durchführen lassen und über das Resultat informieren sollen. Als Hilfestellung werden vom Bund dazu kostenlose Instrumente zur Verfügung gestellt.

Auf kantonaler Ebende haben sich im September 2016 10 Kantone zusammengeschlossen und die ‚Charta für Lohngleichheit im öffentlichen Sektor‘ unterzeichnet. Leider hat sich der Kanton Thurgau der Charta bisher nicht angeschlossen.

Auch als Arbeitnehmervertreterin werde ich in meinem Berufsverband oder im Austausch mit anderen Arbeitnehmervertretungen immer wieder auf dieses Thema angesprochen. Und als Gemeinderätin interessiert es mich natürlich, wie es bei der Stadt Frauenfeld um dieses Thema bestellt ist. Dabei möchte ich betonen, dass sich die untenstehenden Fragen auf alle Angestellten der Stadt beziehen, d.h. auf Angestellte von Stadtverwaltung, Werkbetrieben und Alterszentrum.

In diesem Sinne stellen sich mir folgende Fragen:

  1. Wie stellt die Stadt als Arbeitgeberin die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern sicher?

  2. Welche Instrumente werden zur Überprüfung der Lohngleichheit verwendet und in welchen Abständen erfolgt diese Überprüfung?

  3. Wie steht es um die Lohngleichheit bei den Angestellten der Stadt Frauenfeld?

Vielen Dank für die Beantwortung

 

Frauenfeld, den 20.2.2018

Félicie Haueter

Gemeinderätin SP

25. Mai 2018